Nistkästen reinigen

Damit ein Nistkasten dauerhaft im Garten von heimischen Vogelarten angenommen und reichlich besucht wird, sollte die Brutstätte auch mit Fachkenntnis geleert und gereinigt werden.
Statt einem Frühjahrsputz, findet hier jedoch der Hausputz bestenfalls im Herbst statt, damit die Vögel im Winter auf einen aufgeräumten und bequemen Unterschlupf treffen.
Sonderlich aufwendig oder schwer ist dies nicht – Sie benötigen meist nur Wasser oder eine Kochsalzlösung

1. Nistkasten leeren

Damit sich jedes Vogelpaar ein eigenes Nest bauen kann, sollten Sie den Nistkasten von Schmutz befreien.
Dieser muss einmal im Jahr geleert und gereinigt werden. Alternativ kann die Reinigung auch Ende Winter, unmittelbar vor der Brutzeit stattfinden, falls dies im Spätsommer versäumt wurde.
Bei der Reinigung müssen die Brutzeiten, beispielsweise der Meise, berücksichtigt werden. Diese brüten mehrmals im Jahr und dabei sollte man nicht stören.
Nicht selten werden die alten Nester der Vögel von Ungeziefer befallen.
Dabei handelt es sich vor allem um Flöhe, Zecken, Milben, Wanzen und Läuse.
Sie warten geduldig, bis im Frühjahr ein neues Paar einzieht, da sie lange ohne Nahrung auskommen.
Weshalb das für Sie wichtig ist? Vogelflöhe können weit springen und nähren sich auch von menschlichem Blut.
Ein vorsichtiges Vorgehen beim Ausräumen des Nistkastens zahlt sich aus!
Lange Ärmel und Handschuhe geben den kleinen Blutsaugern keine Chance zur Nahrungsaufnahme.
Mit dem Verbrennen oder Vergraben des Nestes lässt sich die Verbreitung der Parasiten definitiv ausschließen.

2. Nistkasten reinigen

Ein kurzes Anklopfen gibt Gewissheit, ob der Nistkasten tatsächlich keine Bewohner – Vögel, Insekten oder andere Kleintiere – mehr beherbergt.
Siebenschläfer, Haselmäuse sowie Hummel- und Wespenköniginnen ziehen gerne in leere Nistkästen ein.
Das Einweichen des Nistkastens in heißem Wasser tötet Parasiten und gefährliche Keime ab.
Hierbei ist zu beachten, dass keine chemischen Reinigungsmittel oder Desinfektionsmittel verwendet werden, da Naturschutzverbände davon abraten.
Danach das Häuschen noch abbürsten und gut trocknen lassen und der Nistkasten kann wieder an seinen angestammten Platz.