Tomaten, Gurken und Zucchini sind abgeerntet und damit endet die Gartensaison? Keineswegs.
Mit der richtigen Planung können Garten, Hochbeet und sogar der Balkon bis weit in die kalte Jahreszeit frisches Gemüse liefern.
Dabei gibt es jedoch einen wichtigen Unterschied: Wintergemüse wird nicht automatisch erst im Winter ausgesät. Während sich einige Kulturen noch Ende August oder im September säen lassen, müssen andere bereits im Frühjahr oder Sommer vorbereitet werden, damit sie im Herbst und Winter erntereif sind.
Welche Gemüsearten eignen sich für die kalte Jahreszeit? Was lässt sich jetzt noch aussäen? Und welche Pflanzen vertragen tatsächlich Frost? Hier finden Sie 20 geeignete Wintergemüse mit Aussaatzeiten, Erntefenstern und praktischen Tipps für Garten, Hochbeet und Balkon.
Das Wichtigste auf einen Blick
🌱 Noch im Spätsommer säen:
Besonders Feldsalat, Winterspinat und Winterportulak eignen sich für eine späte Aussaat.
❄️ Besonders frosthart:
Dazu gehören unter anderem Grünkohl, Rosenkohl, Feldsalat, Wirsing, Pastinaken und Winterporree.
🟩 Auch auf kleinen Flächen möglich:
Feldsalat, Winterspinat und Winterportulak lassen sich gut in Hochbeeten und geeigneten Pflanzgefäßen anbauen.
📅 Früh planen:
Viele klassische Wintergemüse wie Rosenkohl oder Pastinaken müssen bereits Monate vor der eigentlichen Winterernte ausgesät oder gepflanzt werden.
Was versteht man unter Wintergemüse?
Als Wintergemüse werden Gemüsearten bezeichnet, die während der kalten Jahreszeit geerntet werden können. Je nach Gemüse reicht die Erntezeit vom Herbst bis weit in das Frühjahr hinein.
Dabei bedeutet „Wintergemüse“ nicht automatisch „frosthart“. Manche Pflanzen können problemlos längere Zeit draußen bleiben. Andere vertragen nur leichten Frost und sollten bei stärkeren oder länger anhaltenden Minusgraden geschützt oder rechtzeitig geerntet werden.
Auch beim Zeitpunkt gibt es große Unterschiede. Wer im Dezember Rosenkohl ernten möchte, beginnt nicht erst im November mit dem Anbau. Viele langsam wachsende Kulturen müssen schon im Frühjahr oder Sommer vorbereitet werden.
Genau deshalb lohnt es sich, den Winteranbau als Teil der gesamten Gartenplanung zu betrachten.
Wer seine Beete langfristig plant, sollte außerdem berücksichtigen, welche Kulturen gut aufeinander folgen und welche Pflanznachbarn sich ergänzen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber zur Mischkultur im Garten.
Was kann ich Ende August und im September noch aussäen?
Wer Ende August ein abgeerntetes Gemüsebeet oder freie Fläche im Hochbeet entdeckt, ist für Wintergemüse nicht automatisch zu spät dran.
Allerdings eignet sich jetzt nur noch ein Teil der Kulturen für eine Neuaussaat.
Jetzt besonders interessant
Feldsalat
Feldsalat gehört zu den Klassikern für die Spätsommer- und Herbstaussaat. Je nach Sorte und Witterung kann er noch bis Anfang beziehungsweise Mitte September ausgesät werden.
Er benötigt wenig Platz und eignet sich deshalb hervorragend als Nachkultur im Gemüsebeet, Hochbeet oder Balkonkasten.
Winterspinat
Wintergeeignete Spinatsorten können im Spätsommer ausgesät werden. Eine Aussaat im August bis etwa Mitte September ist je nach Sorte möglich.
Wichtig: Für eine Überwinterung sollte ausdrücklich eine wintergeeignete Sorte gewählt werden.
Winterportulak / Postelein
Winterportulak ist besonders für eine späte Aussaat interessant. Ende August bis Anfang September ist ein guter Zeitraum, um die kleinen Pflanzen für Herbst und Winter zu starten.
Schwarzwurzel
Schwarzwurzeln werden normalerweise früh im Jahr gesät, bei geeigneten Sorten ist jedoch auch eine Aussaat im August möglich. Sie benötigen einen lockeren, tiefgründigen Boden.
Gut zu wissen
Nicht jedes Wintergemüse lässt sich jetzt noch neu starten. Grünkohl, Rosenkohl, Pastinaken oder Winterporree benötigen deutlich mehr Vorlauf. Sie gehören deshalb eher in die Planung für die nächste Saison als in die spontane September-Aussaat.
Die angegebenen Zeiträume sind Orientierungswerte. Region, Wetterlage und vor allem die gewählte Sorte können die optimale Aussaat verschieben. Die Hinweise auf der Saatgutverpackung haben deshalb immer Vorrang.
20 Wintergemüse im Überblick
🌱 Feldsalat
Aussaat: Ende Juli–Anfang September
Ernte: ab November
Frost: ✅ frosthart
Gut für: Garten · Hochbeet · Balkon
🌱 Winterspinat
Aussaat: August–Mitte September
Ernte: Herbst bis Frühjahr
Frost: ✅ sehr kälteverträglich, sortenabhängig
Gut für: Garten · Hochbeet · Pflanzkasten
🌱 Winterportulak
Aussaat: Ende August–Anfang September
Ernte: Herbst und Frühjahr
Frost: ✅ frosthart
Gut für: Garten · Hochbeet · Balkon
🌱 Grünkohl
Pflanzung: Juni–Anfang August
Ernte: ab Ende Oktober
Frost: ✅ frosthart
Gut für: Garten · Hochbeet
🌱 Rosenkohl
Pflanzung: Ende April–Anfang Juni
Ernte: Oktober–Februar
Frost: ✅ frosthart
Gut für: Garten · großes Hochbeet
🌱 Wirsing
Pflanzung: Mitte Juni–Ende Juli
Ernte: November–März
Frost: ✅ frosthart
Gut für: Garten · Hochbeet
🌱 Winterporree
Pflanzung: Anfang Juli–Anfang August
Ernte: Januar–Mai
Frost: ✅ frosthart
Gut für: Garten · Hochbeet
🌱 Pastinake
Aussaat: März–Mai
Ernte: September–März
Frost: ✅ frosthart
Gut für: Garten · tiefes Hochbeet
🌱 Schwarzwurzel
Aussaat: März/April oder August
Ernte: ab Oktober
Frost: ✅ frosthart
Gut für: Garten · tiefes Hochbeet
🌱 Topinambur
Pflanzung: März/April oder Oktober/November
Ernte: September–März
Frost: ✅ frosthart
Gut für: Garten
🌱 Steckrübe
Aussaat: Juni
Ernte: September–November
Frost: ✅ frosthart
Gut für: Garten · Hochbeet
🌱 Wurzelpetersilie
Aussaat: März–April
Ernte: September–April
Frost: ✅ frosthart
Gut für: Garten · tiefes Hochbeet
🌱 Knollenziest
Pflanzung: März–April
Ernte: Oktober–Januar
Frost: ✅ frosthart
Gut für: Garten · Hochbeet
🌱 Winterrettich
Aussaat: Mitte Juni–Mitte August
Ernte: Oktober–November
Frost: ⚠️ bedingt frosthart
Gut für: Garten · Hochbeet
🌱 Rote Bete
Aussaat: März–Anfang Juli
Ernte: bis November
Frost: ⚠️ bedingt frosthart
Gut für: Garten · Hochbeet · größere Gefäße
🌱 Chinakohl
Aussaat: Mitte Juli–Anfang August
Ernte: bis November
Frost: ⚠️ bedingt frosthart
Gut für: Garten · Hochbeet
🌱 Endivie
Aussaat: Mitte Juni–Ende Juli
Ernte: September–November
Frost: ⚠️ bedingt frosthart
Gut für: Garten · Hochbeet
🌱 Radicchio
Aussaat: Mitte Juni–Mitte Juli
Ernte: Oktober–März, sortenabhängig
Frost: ⚠️ bedingt frosthart
Gut für: Garten · Hochbeet · größere Gefäße
🌱 Radicchio
Aussaat: Mitte Juni–Mitte Juli
Ernte: Oktober–März, sortenabhängig
Frost: ⚠️ bedingt frosthart
Gut für: Garten · Hochbeet · größere Gefäße
🌱 Winter-Weiß- und Rotkohl
Pflanzung: Ende Mai–Ende Juni
Ernte: Oktober–November
Frost: ⚠️ bedingt frosthart
Gut für: Garten · großes Hochbeet
*Bei Spinat hängt die Winterhärte besonders stark von der gewählten Sorte und ihrem Entwicklungsstadium ab.
Merkhilfe: frosthart oder frostempfindlicher?
❄️ Besonders robuste Kandidaten
Feldsalat, Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing, Winterporree, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Topinambur und Winterportulak können Kälte besonders gut vertragen.
⚠️ Bei stärkerem Frost genauer hinschauen
Rote Bete, Chinakohl, Endivie, Winterrettich, späte Möhren sowie Winterformen von Weiß- und Rotkohl sind weniger frostfest. Bei länger anhaltender Kälte kann ein Schutz sinnvoll sein – oder die Ernte sollte vorher erfolgen.
Welches Gemüse ist wirklich frosthart?
„Wintergemüse“ und „frosthartes Gemüse“ werden häufig gleichgesetzt. Das ist jedoch nicht ganz richtig.
Feldsalat, Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing, Winterporree oder Pastinaken gehören zu den robusteren Kandidaten. Sie sind an niedrige Temperaturen angepasst und können lange draußen stehen.
Andere Wintergemüse werden zwar im Herbst oder Winter geerntet, reagieren auf stärkeren Frost jedoch empfindlicher. Dazu gehören beispielsweise Rote Bete, Chinakohl und Endivie.
Außerdem entscheidet nicht nur die Gemüseart. Auch Sorte, Alter der Pflanze, Bodenfeuchtigkeit, Wind und Dauer des Frosts spielen eine Rolle.
Ein geschützter Standort kann deshalb ebenso wichtig sein wie die reine Frosthärte einer Pflanze.
Welche Gartenpflanzen auch abseits des Gemüsebeets besonders gut mit niedrigen Temperaturen zurechtkommen, zeigen wir Ihnen in unserem Ratgeber zu Pflanzen, die Frost überstehen.
Wintergemüse richtig planen: Nicht erst im Herbst anfangen
Wer möglichst lange Gemüse aus dem eigenen Garten ernten möchte, sollte die Winterernte bereits bei der Jahresplanung berücksichtigen.
Ein Blick auf die Übersicht zeigt schnell:
Rosenkohl beginnt bereits im Frühjahr. Pastinaken werden ebenfalls früh ausgesät. Grünkohl und Wirsing folgen im Sommer. Feldsalat, Winterspinat und Winterportulak schließen später die Lücke.
Dadurch lassen sich abgeerntete Flächen teilweise direkt neu nutzen.
Ein einfacher Jahresplan
Frühjahr:
Pastinaken, Wurzelpetersilie, Rosenkohl und Schwarzwurzeln starten.
Frühsommer:
Grünkohl, Wirsing, Steckrüben und Winterkohl einplanen.
Hochsommer:
Winterporree, Chinakohl, Endivie und Winterrettich folgen.
Spätsommer:
Feldsalat, Winterspinat und Winterportulak nutzen frei werdende Flächen.
Herbst und Winter:
Robuste Kulturen ernten und empfindlichere Arten bei Bedarf schützen.
So wird aus einem klassischen Sommerbeet ein Gemüsebeet für mehrere Jahreszeiten.
Wintergemüse im Hochbeet anbauen
Ein Hochbeet eignet sich hervorragend, um die Gartensaison über den Sommer hinaus zu verlängern. Besonders praktisch ist, dass abgeerntete Flächen unmittelbar für eine Nachkultur genutzt werden können.
Nach der Sommerernte lassen sich beispielsweise Feldsalat, Winterspinat oder Winterportulak einsetzen.
Dabei sollte die oberste Erdschicht zunächst von kranken Pflanzenresten und Unkraut befreit und vorsichtig gelockert werden. Ob zusätzliche Nährstoffe erforderlich sind, hängt von der vorherigen Kultur und dem Zustand der Erde ab.
Warum das Hochbeet im Herbst praktisch ist
Die erhöhte Arbeitsfläche erleichtert Pflege und Ernte. Außerdem lassen sich Hochbeete vergleichsweise einfach mit einem geeigneten Vlies oder Frühbeetaufsatz schützen.
Bei klassisch geschichteten Hochbeeten kann durch den Abbau organischer Materialien im Inneren zusätzlich Wärme entstehen. Dieser Effekt nimmt allerdings mit zunehmendem Alter des Hochbeets ab und ersetzt keinen Frostschutz bei empfindlichen Kulturen.
Die nächste Pflanzenrunde im Hochbeet starten
Ob Garten, Terrasse oder kleiner Außenbereich: Mit einem Hochbeet lassen sich Gemüse und Kräuter auch auf begrenzter Fläche anbauen.
Hochbeete & Pflanzkästen entdeckenMit Frühbeet und Aufsatz länger ernten
Ein transparenter Frühbeetaufsatz kann empfindlichere Kulturen vor kaltem Wind, Niederschlag und starken Temperaturschwankungen schützen.
Wichtig ist dabei allerdings: Schutz bedeutet nicht dauerhaft geschlossen halten.
An sonnigen Tagen kann sich ein Frühbeet auch im Herbst deutlich erwärmen. Deshalb sollte regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf gelüftet werden.
Ein geeignetes Gartenvlies ist ebenfalls praktisch, wenn einzelne kalte Nächte angekündigt sind. Es lässt sich schnell über die Pflanzen legen und ebenso schnell wieder entfernen.
Gemüse geschützt durch Herbst und Winter bringen
Frühbeete und passende Aufsätze können dabei helfen, die nutzbare Gartensaison zu verlängern und empfindlichere Pflanzen besser vor widriger Witterung zu schützen.
Frühbeete & Gewächshäuser ansehenWintergemüse auf dem Balkon anbauen
Für frisches Wintergemüse braucht es nicht zwingend einen großen Garten. Einige Kulturen kommen auch mit Hochbeet, Pflanzkasten oder ausreichend großem Kübel zurecht.
Besonders unkompliziert sind Feldsalat, Winterspinat und Winterportulak.
Für kleinere Pflanzkästen
Feldsalat und Winterportulak bleiben vergleichsweise kompakt und eignen sich deshalb besonders gut für begrenzte Flächen.
Für größere Pflanzgefäße
Spinat oder Rote Bete benötigen bereits etwas mehr Platz. Bei Wurzelgemüse sollte außerdem die Tiefe des Gefäßes berücksichtigt werden.
Für tiefe Kübel
Pastinaken oder Möhren benötigen deutlich mehr Wurzelraum. Kleine, flache Balkonkästen sind dafür ungeeignet.
Frost nicht unterschätzen
Ein Pflanzgefäß ist stärker der Umgebungstemperatur ausgesetzt als der Boden eines Gartenbeets. Der Wurzelballen kann deshalb schneller und stärker auskühlen. Gefäße sollten möglichst windgeschützt stehen und bei stärkeren Frösten zusätzlich geschützt werden.
Soll der Balkon neben Gemüse auch im Winter dekorativ bepflanzt bleiben, finden Sie weitere Ideen in unserem Ratgeber zu winterfesten Balkonkästen.
Wintergemüse im Herbst und Winter richtig pflegen
Wintergemüse wächst bei niedrigen Temperaturen deutlich langsamer als Sommerkulturen.
Entsprechend verändert sich auch die Pflege.
Im Herbst und Winter verdunstet weniger Wasser. Deshalb nicht nach einem festen Zeitplan gießen, sondern vorher die Erde kontrollieren.
Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.
Frisch ausgesäte Kulturen benötigen während der Keimung trotzdem ausreichend Feuchtigkeit. Gerade Feldsalat oder Spinat sollten in dieser Phase nicht vollständig austrocknen.
Bei Kübel- und Balkonpflanzen kann auch im Winter Wassermangel auftreten. Wenn gegossen werden muss, eignen sich frostfreie Tage am besten.
Vlies, Frühbeet oder Abdeckungen regelmäßig prüfen. Bei mildem und sonnigem Wetter kann Lüften erforderlich sein.
Welke oder faulende Pflanzenteile entfernen und auf Staunässe, Schädlinge sowie Schäden durch starke Witterung achten.
Wenn stärkere Minusgrade angekündigt sind, finden Sie in unserem ausführlichen Ratgeber zum Frostschutz für Pflanzen weitere Möglichkeiten für Beet, Hochbeet und Pflanzgefäße.
7 häufige Fehler beim Wintergemüse-Anbau
1. Erst im Herbst mit der Planung beginnen
Viele Wintergemüse benötigen mehrere Monate bis zur Ernte. Wer Rosenkohl, Pastinaken oder Grünkohl erst im Oktober säen möchte, ist deutlich zu spät.
2. „Wintergemüse“ automatisch mit „frosthart“ gleichsetzen
Nicht jedes Herbst- und Wintergemüse verträgt starke Minusgrade. Die Frosthärte sollte für jede Kultur einzeln berücksichtigt werden.
3. Nicht auf die Sorte achten
Innerhalb einer Gemüseart gibt es Sorten mit unterschiedlichen Eigenschaften. Gerade bei Spinat, Feldsalat oder anderen Überwinterungskulturen lohnt sich ein genauer Blick auf die Saatgutangaben.
4. Zu spät aussäen
Im Herbst werden die Tage kürzer und das Wachstum verlangsamt sich. Wenige Wochen können darüber entscheiden, ob die Pflanzen ausreichend entwickelt in den Winter gehen.
5. Zu viel gießen
Kühle Erde trocknet langsamer. Dauerhafte Nässe und Staunässe erhöhen das Risiko für Pflanzenprobleme.
6. Frühbeet dauerhaft geschlossen lassen
Auch im Herbst kann Sonneneinstrahlung für deutliche Erwärmung sorgen. Regelmäßiges Lüften bleibt deshalb wichtig.
7. Balkon und Gartenbeet gleich behandeln
Pflanzgefäße kühlen schneller durch. Besonders die Wurzeln benötigen bei starken Frösten unter Umständen mehr Schutz als Pflanzen im gewachsenen Gartenboden.
Checkliste: So starten Sie Ihr Winterbeet
- Freie Flächen nach der Sommerernte prüfen
- Aussaat- oder Pflanzzeit der gewünschten Kultur kontrollieren
- Wintergeeignete Sorte auswählen
- Boden beziehungsweise Hochbeet vorbereiten
- Pflanzabstände beachten
- Aussaat während der Keimung feucht halten
- Später sparsamer gießen
- Staunässe vermeiden
- Vlies oder anderen Frostschutz bereithalten
- Frühbeet regelmäßig lüften
- Gemüse nach seiner tatsächlichen Frosthärte behandeln
- Regelmäßig ernten und Bestände kontrollieren
Wintergemüse und Mischkultur sinnvoll verbinden
Wer Sommer- und Winterkulturen geschickt aufeinander abstimmt, kann vorhandene Beetfläche deutlich länger nutzen.
Dabei sollten nicht nur freie Flächen, sondern auch die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen berücksichtigt werden. Unterschiedliche Wurzeltiefen, Nährstoffansprüche und Platzbedürfnisse spielen bei der Planung eine wichtige Rolle.
So kann beispielsweise nach einer abgeernteten Sommerkultur eine schnellere Herbst- oder Winterkultur folgen, sofern Aussaatzeit und Bedingungen passen.
Garten und Balkon auch im Winter weiter gestalten
Wintergemüse sorgt für frische Ernte, doch Garten und Balkon können in der kalten Jahreszeit noch mehr bieten.
Robuste Winterpflanzen, winterfeste Balkonbepflanzungen und Winterblüher bringen zusätzlich Struktur und Farbe auf ansonsten leer wirkende Flächen.
Häufige Fragen zum Wintergemüse
Zu den klassischen Wintergemüsen gehören Feldsalat, Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing, Winterporree, Pastinaken, Schwarzwurzeln und Winterportulak. Wichtig ist, dass viele dieser Gemüse bereits Monate vor der eigentlichen Winterernte ausgesät oder gepflanzt werden.
Für eine späte Aussaat sind insbesondere Feldsalat, wintergeeigneter Spinat und Winterportulak interessant. Der genaue Zeitpunkt hängt von Sorte, Region und Wetter ab.
Besonders robust sind unter anderem Feldsalat, Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing, Pastinaken, Winterporree, Schwarzwurzeln und Topinambur. Nicht jedes sogenannte Wintergemüse ist jedoch vollständig frosthart.
Ja. Ein Frühbeet kann Pflanzen vor ungünstiger Witterung schützen und die Anbausaison verlängern. An sonnigen Tagen sollte jedoch regelmäßig gelüftet werden, damit sich Wärme und Feuchtigkeit nicht zu stark stauen.
Das hängt von Gemüseart, Sorte und Froststärke ab. Frostharte Kulturen kommen mit niedrigen Temperaturen deutlich besser zurecht. Bedingt frostharte Gemüse sowie junge Pflanzen können bei stärkeren oder länger anhaltenden Frösten zusätzlichen Schutz benötigen.
Für kleinere Flächen eignen sich vor allem Feldsalat, Winterportulak und Spinat. Bei Wurzelgemüse oder größeren Kohlarten müssen entsprechend große und tiefe Pflanzgefäße gewählt werden.
Ja. Ein Hochbeet eignet sich sehr gut für Wintergemüse und späte Nachkulturen. Feldsalat, Winterspinat oder Winterportulak können beispielsweise abgeerntete Flächen nach Sommerkulturen nutzen.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und von L. Wülker redaktionell geprüft.
