Igel füttern – aber richtig: Wann Sie helfen sollten und womit

Wer einen Igel im Garten entdeckt, möchte meist nur eines: helfen. Doch viele sind unsicher – darf man Igel überhaupt füttern? Und wenn ja, wann ist das sinnvoll und womit?

In diesem Beitrag erfahren Sie, wann Igel Unterstützung brauchen, was sie fressen dürfen und wie Sie mit einfachen Mitteln einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz leisten.

Was fressen Igel in der Natur?

Igel sind Insektenfresser. Auf ihrem Speiseplan stehen unter anderem:

  • Käfer, Larven und Regenwürmer
  • Spinnen und Schnecken
  • selten auch Fallobst oder Aas (wenn nichts anderes verfügbar ist)

In gepflegten Gärten finden sie jedoch oft nicht mehr genug natürliche Nahrung. Deshalb kann gezielte Hilfe notwendig sein.

Igel füttern – darf man das überhaupt?

Grundsätzlich ja – aber nicht dauerhaft und nicht im Sommer.
Gesunde Igel finden im Frühjahr und Sommer in der Regel ausreichend Futter. Nur unter bestimmten Bedingungen ist Füttern sinnvoll:

Ja, wenn…

  • der Igel geschwächt, verletzt oder unterernährt ist
  • Sie Jungtiere ohne Mutter finden
  • es sich um Spätheimkehrer im Herbst handelt, die noch kein Winterschlafgewicht haben
  • der Boden gefroren ist und keine Insekten mehr zu finden sind

Nicht füttern, wenn…

  • es sich um einen aktiven, gesunden Igel im Sommer handelt
  • der Igel sichtbar genug Gewicht hat (über 500 g im Herbst)

Igel füttern im Sommer – sinnvoll oder schädlich?

Im Sommer ist keine Fütterung notwendig. Eine künstliche Nahrungsquelle kann Igel sogar davon abhalten, nach natürlichem Futter zu suchen. Besser: Sorgen Sie für einen naturnahen Garten, in dem sich Insekten wohlfühlen.

Tipp: Eine flache Wasserschale oder Vogeltränke hilft Igeln und vielen anderen Wildtieren bei Hitze.
Achten Sie darauf, das Wasser täglich zu wechseln und die Schale regelmäßig zu reinigen, um Keime zu vermeiden.

Igel füttern im Herbst und Winter

Ab September beginnt die kritische Zeit. Jungigel müssen ein Gewicht von ca. 500 bis 600 Gramm erreichen, um sicher durch den Winter zu kommen. Untergewichtige Tiere brauchen dringend Hilfe.

Ab Oktober kann es sinnvoll sein, Igelfutter anzubieten – am besten an einem geschützten, trockenen Ort wie einem Futterhaus.

Im Winter sollten Igel eigentlich im Winterschlaf sein. Sehen Sie dennoch einen aktiven Igel bei Frost oder Schnee, ist das ein Warnzeichen. In dem Fall ist Fütterung nicht nur erlaubt – sie ist überlebenswichtig.

Was darf ins Igelfutter – und was nicht?

Geeignet für Igel

Nicht geeignet für Igel

Spezielles Igelfutter aus dem Fachhandel (z. B. aus unserem Onlineshop)

Milch (verursacht Durchfall!)

ungewürztes Rührei

Obst (zuviel Zucker, Igel sind keine Fruchtfresser)

gekochtes Hühnerfleisch

rohes Fleisch

Katzennassfutter (ohne Fisch oder Soße)

Essensreste

Igel unterstützen – ganz ohne Futter

Nicht immer ist Futter die beste Hilfe. Mit diesen Maßnahmen helfen Sie Igeln nachhaltig:

  • Laubhaufen und ungemähte Ecken im Garten als natürlicher Rückzugsort
  • Igelhäuser zum Überwintern oder als Futterstation
  • Keine Gifte im Garten verwenden (Schneckenkorn, Unkrautvernichter)
  • Durchgänge im Gartenzaun lassen (mind. 10 × 10 cm)

Im dobar.de Shop finden Sie:

  • Robuste Igelhäuser für Winter und Sommer
  • Hochwertiges, artgerechtes Igelfutter
  • Zubehör zur Gestaltung eines tierfreundlichen Gartens

Tipp: Kombinieren Sie Futter und Igelhaus – so schaffen Sie einen sicheren Ort, an dem sich Igel stärken und zurückziehen können.

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