Igel in Not: So sichern Sie das Überleben der stacheligen Helfer

Igel sind wertvolle Unterstützer in jedem Garten, da sie dabei helfen, Schädlinge wie Schnecken, Insekten und andere Kleintiere zu bekämpfen. Leider sind sie zunehmend bedroht – sowohl durch den Verlust ihrer natürlichen Lebensräume als auch durch den Einsatz von Mährobotern. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über das Aussehen und die Besonderheiten von Igeln, wie Sie Ihren Garten für diese nützlichen Tiere attraktiv gestalten und welche Maßnahmen Sie ergreifen können, um Igel aktiv zu schützen.

1. Aussehen, Größe und Eigenschaften von Igeln

Igel sind 20 bis 30 cm lang und wiegen je nach Jahreszeit 400 bis 1200 Gramm. Mit ihren 6000 bis 8000 Stacheln schützen sie sich vor Fressfeinden, indem sie sich bei Gefahr zusammenrollen. Ihr Fell ist grau bis braun, und ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, Schnecken und Würmern. Als nachtaktive Einzelgänger gehen sie vor allem in der Dämmerung und nachts auf Nahrungssuche und treffen nur zur Paarungszeit auf Artgenossen.

2. Gefahr für Igel durch Mähroboter

Mähroboter stellen eine ernsthafte Bedrohung für Igel dar, besonders weil sie oft nachts aktiv sind – genau wie die Tiere selbst. Da Igel bei Gefahr instinktiv eine Kugel bilden, anstatt zu fliehen, sind sie besonders gefährdet, wenn ein Mähroboter auf sie trifft. Mähroboter, die nicht mit ausreichend fortschrittlichen Sensoren ausgestattet sind, erkennen kleine Tiere wie Igel oft nicht und verletzen sie mit ihren scharfen Klingen schwer. Häufig erleiden Igel Verletzungen am Kopf, den Beinen oder dem Rücken, was oft tödlich endet.

3. Igel im Garten schützen

  • Mähroboter nur tagsüber einsetzen
    Da Igel überwiegend in der Dämmerung und nachts aktiv sind, sollten Mähroboter nur tagsüber betrieben werden. So vermeiden Sie, dass Igel während ihrer Futtersuche gefährdet werden.
  • Mähroboter mit fortschrittlicher Sensorik verwenden
    Moderne Mähroboter verfügen über Sensoren, die kleine Tiere wie Igel erkennen können. Diese Geräte stoppen, bevor sie ein Hindernis erfassen, und sind für igelfreundliche Gärten besser geeignet.
  • Manuelle Kontrolle des Gartens vor dem Mähen
    Bevor der Mähroboter gestartet wird, sollten Sie den Garten absuchen – insbesondere in höherem Gras oder Laubhaufen. Dort halten sich Igel oft auf und könnten verletzt werden.
  • Schutzzonen für Igel einrichten
    Erstellen Sie Laub- oder Reisighaufen oder platzieren Sie spezielle Igelhäuser aus unserem Onlineshop, um Igeln einen sicheren Rückzugsort zu bieten. Diese Schutzzonen sollten von den Mähbereichen ferngehalten werden, um den Igeln einen geschützten Lebensraum zu bieten.
  • Alternative Rasenpflege
    Wenn möglich, kann auch auf mechanische Hilfsmittel verzichtet werden. Manuelles Rasenmähen, das tagsüber stattfindet, stellt eine sichere Alternative für Igel dar.

4. Was tun bei Sichtungen?

Wenn Sie einen Igel in Ihrem Garten entdecken, gibt es einige wichtige Dinge zu beachten. Beobachten Sie das Tier zunächst, aber lassen Sie es in Ruhe, wenn es gesund wirkt. Igel sind Wildtiere und finden in der Regel selbst zurecht. Verletzte oder geschwächte Igel, die tagsüber aktiv sind, sollten hingegen vorsichtig in eine Igelstation oder zu einem Tierarzt gebracht werden. Verwenden Sie hierfür ein Handtuch, um den Igel in eine Kiste zu setzen.

5. Wo melden?

Sie können Ihre Beobachtungen schnell und einfach über die NABU Naturgucker-Seite melden. Jede gemeldete Sichtung liefert wertvolle Daten zur Verbreitung und zum Zustand der Igelpopulation. Diese Informationen helfen Forschern, gezielte Schutzmaßnahmen zu entwickeln und zu erkennen, wo Igel besonders bedroht sind.

Besonders im Zeitraum vom 20. bis 30. September sind Igel sehr aktiv, da sie sich auf den Winterschlaf vorbereiten – eine ideale Gelegenheit, die kleinen Gartenbewohner genauer zu beobachten.

Jede einzelne Meldung zählt und unterstützt den langfristigen Erhalt der Igel. Also: Augen auf im Garten und helfen Sie mit, die kleinen Stacheltiere zu schützen!

Meldeplattformen:

Quellen:

NABU: Tödliche Gefahr für Igel 

Deutsche Wildtier Stiftung: Gartenpflege und Erhalt von Lebensräumen