Wie gefährlich ist die Vogelgrippe für uns?

Vier Freiland Hühner braun und weiß auf Wiese

Die Vogelgrippe, auch bekannt als Aviäre Influenza, ist ein ernstzunehmendes Thema, insbesondere für die Geflügelindustrie. Hochpathogene Virusvarianten wie H5N1 können schwere Krankheiten und hohe Sterblichkeitsraten bei Hausgeflügel verursachen. Doch wie gefährlich ist die Vogelgrippe wirklich für uns Menschen und die Wildvögel in unseren Gärten?

Risiko für Menschen

Übertragung auf den Menschen: Die Übertragung des Virus auf den Menschen ist äußerst selten und erfolgt normalerweise nur bei engem Kontakt mit infizierten Tieren oder kontaminierten Umgebungen. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) müssen Menschen sehr große Virusmengen aufnehmen, um sich zu infizieren, was das Risiko einer Ansteckung zusätzlich minimiert. Selbst bei einer Infektion sind Mensch-zu-Mensch-Übertragungen bisher äußerst selten und es ist nicht zu einer fortgesetzten Übertragung gekommen​ (br.de).

Allerdings kann die Vogelgrippe potenziell gefährlich werden, wenn das Virus mutiert und die Fähigkeit zur effizienten Übertragung zwischen Menschen erwirbt. Bislang gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass H5N1 diese Fähigkeit in bedeutendem Maße entwickelt hat.

Symptome und Verlauf: Bei einer Infektion können Symptome wie Fieber, Husten, Halsschmerzen und in schweren Fällen Atemnot auftreten. Es besteht jedoch kein Anlass zur Panik, da die EU-Kommission Maßnahmen ergriffen hat, um im Falle eines Ausbruchs vorbereitet zu sein. Beispielsweise wurden 665.000 Impfstoffdosen gegen die Vogelgrippe erworben, und eine Option für 40 Millionen weitere Dosen in den nächsten vier Jahren wurde vereinbart​​​​.

Risiko für Wildvögel und Hausgeflügel

Wildvögel: Für Wildvögel in deutschen Gärten ist das Risiko derzeit gering. Die natürlichen Reservoirwirte der aviären Influenzaviren sind wilde Wasservögel, die oft nur geringpathogene Virusvarianten in sich tragen. Diese Varianten verursachen bei Hausgeflügel kaum oder nur milde Krankheitssymptome und die Ausbreitung von hochpathogenen Formen wurde in Deutschland bisher nicht nachgewiesen​​ (Friedrich-Loeffler-Institut)​.

Hausgeflügel: Die Situation bei Hausgeflügel wird kontinuierlich überwacht. Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) gab es in den letzten Monaten keine Ausbrüche von hochpathogenen aviären Influenzaviren (HPAIV) H5 bei Hausgeflügel oder Wildvögeln in Deutschland​​.

Präventionsmaßnahmen

Die EU und deutsche Behörden sind gut auf mögliche Ausbrüche vorbereitet. Neben der Bereitstellung von Impfstoffen gibt es auch strenge Überwachungs- und Kontrollprogramme, um die Ausbreitung des Virus frühzeitig zu erkennen und einzudämmen​ (euronews.com)​.

Fazit

Aktuell ist die Vogelgrippe in Deutschland unter Kontrolle und es besteht kein unmittelbares Risiko für Gartenvögel oder Menschen. Das Friedrich-Loeffler-Institut betont, dass weder bei Hausgeflügel noch bei Wildvögeln in Deutschland jüngste Ausbrüche gegeben hat. Es ist jedoch ratsam, weiterhin Vorsichtsmaßnahmen zu befolgen und aufmerksam zu bleiben, um mögliche zukünftige Ausbrüche frühzeitig zu erkennen und zu verhindern​.

Quellen

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